Soll man Zitate übersetzen?

Es kommt wie immer darauf an

Es ist inzwischen weniger die Ausnahme als vielmehr die Regel: die Quellen aus welchen man in der täglichen wissenschaftlichen Arbeit sein Wissen schöpft, sind fremdsprachlich. In den meisten Fällen handelt es sich um englische Quellen in manchen Fällen auch um anderssprachige. Im Grunde gibt es hier keine Einschränkungen. Wer gut Französisch, Türkisch oder Chinesisch beherrscht, kann auch Quellen in diesen Sprachen hinzuziehen. Es entscheiden allein die individuellen Fähigkeiten und Kenntnisse des Autors über die Wahl der Sprache der Quellen. 

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Das Zielpublikum ist entscheidend

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Zitiert man indirekt, erübrigt sich die Frage des Übersetzens. Indirektes Zitieren findet immer in der Sprache statt, in der auch der Rest des Textes verfasst wird. Wie ist es jedoch mit direkten Zitaten? 

Hier entscheidet der Kenntnisstand des intendierten Publikums. Es ist bei einem akademischen Publikum in der Regel davon auszugehen, dass es die englische Sprache beherrscht. Englische Zitate zu übersetzen ist darum auch vergebene Liebesmühe. Bei anderen Sprachen wird es schon schwieriger. Viele gebildete Menschen, beherrschen Latein und Französisch. Kann ich Zitate in diesen Sprachen auch unübersetzt lassen?

Wohl nur dann, wenn das Zielpublikum auf jeden Fall die betreffenden Sprachen spricht. Von Theologen kann ich Lateinkenntnisse erwarten, von Romanisten Französischkenntnisse, von. Volkswirten aber beides nicht. Schreibe ich also in der Volkswirtschaftslehre über die geschichtliche Entwicklung der französischen Landwirtschaft, so sollte ich etwaige lateinische oder französische Zitate auch übersetzen, bzw. mit einer Übersetzung versehen, damit auch jeder interessierte Leser dem Text folgen kann. Zitate einfach unübersetzt zu lassen, um mit seiner Vielsprachigkeit zu beeindrucken, ist hingegen weniger zielführend. 

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Übersetze Zitate für dein Publikum und nicht für dich

Du musst Zitate also nur dann übersetzen, wenn du davon ausgehen kannst, dass dein Publikum dieses sonst nicht verstehen würde oder dem Text ansonsten nicht mehr folgen könnte. Je verbreiteter eine Sprache ist, desto weniger notwendig wird das sein. Ein Fachpublikum wird bestimmte Übersetzungen auch nur dann für nötig befinden, wenn es sich um Feinheiten handelt. Ansonsten wird ein Skandinavist Dänisch können und Byzantinist Altgriechisch. 

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